Piet Derksen, der Gründer von CENTER PARCS

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Piet Derksen (geboren 1913 in Rotterdam, gestorben 24. Februar 1996 in Westerhoven) war ein niederländischer Geschäftsmann und Philantrop. Er war der Gründer der Ferienparkkette „Sporthuis Park“, die später Center Parcs heißen sollte.

Derksen wurde von seinem Vater dazu angehalten, weniger zu lesen, sondern mehr Sport zu treiben. Schließlich zwang er ihn sogar, Tennis zu spielen. Der junge Piet begeisterte sich nie für diesen Sport, aber er entdeckte dessen kaufmännische Seite. 1953 kündigte Derksen seine bisherige Arbeitsstelle bei Unilever und eröffnete ein Sportgeschäft in Rotterdam, das er „Sporthuis Center“ nannte. Damit hatte er eine Marktlücke entdeckt, denn bald gab es viele Fillialen seiner Geschäfte in den Niederlanden. Schließlich erweiterte er das Angebot seiner Geschäfte um Campingartikel. Dazu erwarb er sogar eine Zeltfabrik. Die Nachfrage nach Campingartikeln brachte Derksen schließlich auf eine Idee. Er kaufte ein Grundstück in Reuver und baute dort eine Zeltstadt auf, die er „Sporthuis Park“ nannte. Aufgrund des großen Erfolgs mussten die Zelte bald durch Bungalows ersetzt werden.
Der Park wuchs, dann kamen weitere Parks hinzu, so dass Piet Derksen schließlich 1978 die „Sporthuis Center“-Geschäfte verkaufte und sich ganz auf die Bungalow-Parks konzentrierte. Die Kette expandierte weiter, 1981 wurde der erste Park in Belgien eröffnet, 1987 in England und 1988 in Frankreich. Da die Parks nun einen internationalen Namen brauchten, wurde die Kette 1986 in Center Parcs umbenannt.
Derksen richtete sich schließlich einen eigenen Bungalow in dem Park De Kempervennen ein, da er auf diese Weise täglich die Einrichtungen des Parks nutzen konnte und außerdem direkt in Kontakt mit den Besuchern kam. Deren Anregungen sorgten bei ihm für Ideen, wie man Center Parcs weiter entwickeln könnte. 1982 verkaufte Derksen 30 % seiner Firmenanteile im Gegenwert von 300 Millionen holländische Gulden (ca. 135 Millionen Euro). Die restlichen 70 % behielt er bis 1989. Erst dann zog er sich von der Firma zurück und verkaufte seine verbliebenen Anteil für 700 Million holländische Gulden (ca. 330 Millionen Euro). Bis zu seinem Tod im Jahr 1996 lebte er in seinem persönlichen Bungalow in De Kempervennen.

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